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RTX 3090: Analyse und Leistung der Top-Modelle der 3000er-Serie

Mai 4, 2025

Die RTX 3090, die vor fast 5 Jahren auf den Markt kam, war zu ihrer Zeit ein Biest für Gaming und anspruchsvolle Aufgaben, zum Teil dank Technologien wie Raytracing und DLSS. Mit der 4000er- und 5000er-Serie von Nvidia auf dem Markt analysieren wir diese Grafikkarte erneut, um zu sehen, wie gut sie immer noch ist und ob es sich lohnt, sie aktuell in Betracht zu ziehen.

Als NVIDIA im September 2020 die RTX 3090 veröffentlichte, hat sie die Gaming- und Kreativbranche im Sturm erobert. Sie war nicht nur ein einfacher Nachfolger der RTX 2080 Ti, sondern eine regelrechte Machtdemonstration: 24 GB GDDR6X-VRAM, über 10.000 CUDA-Kerne, Raytracing der zweiten Generation und eine Bandbreite, die die damalige Konkurrenz blass aussehen ließ.

Für viele war sie mehr als nur eine Gaming-GPU – sie war ein echter Workstation-Ersatz, erschwinglicher als professionelle Quadro-Modelle, aber mit ähnlicher Leistung. Ich erinnere mich gut daran, wie die RTX 3090 schnell zu einem Liebling von Machine-Learning-Ingenieuren und Content-Creators wurde. Allein die Tatsache, dass man für „nur“ 1.500 € eine GPU mit 24 GB VRAM bekam, war ein Gamechanger – besonders im Vergleich zur Titan RTX oder professionellen GPUs, die leicht das Doppelte kosteten.

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Technische Merkmale, die heute noch beeindrucken

Trotz ihres Alters liefert die RTX 3090 in vielen Bereichen immer noch exzellente Ergebnisse. Die 10.496 CUDA-Kerne, gepaart mit 328 Tensor-Kernen und 82 RT-Kernen, ermöglichen nach wie vor flüssiges 4K-Gaming, blitzschnelles Rendering und effizientes Training von KI-Modellen.

Die GPU basiert auf der Ampere-Architektur und nutzt einen 384-bit Speicherbus, um eine Bandbreite von knapp 936 GB/s zu erreichen. Das ist ideal für große Datenmengen, wie sie bei Videobearbeitung oder Machine Learning anfallen. Und genau das war auch mein Hauptanwendungsfall: Ich wollte Modelle für Video- und Bilderkennung trainieren – und 12 GB, wie bei der 2080 Ti, waren einfach zu wenig. Mit 24 GB ging plötzlich alles flüssig, ohne dass ich ständig den Batch Size reduzieren musste.

Effizienz und TDP: Kann die RTX 3090 2025 noch mithalten?

Eine der größten Schwächen – und gleichzeitig ein Hauptgesprächsthema bei der RTX 3090 – war schon immer der Stromverbrauch. Mit einem TDP von 350 Watt (teilweise bis 400 W bei OC-Modellen) gehört sie definitiv nicht zu den effizientesten Karten auf dem Markt. Im Vergleich zur neueren RTX 4080 Super, die bei ähnlicher Leistung deutlich sparsamer arbeitet, wirkt die 3090 heute fast verschwenderisch.

Das bedeutet konkret: Wer die RTX 3090 heute noch einsetzen will, sollte mindestens ein 850W-Netzteil besitzen – besser 1000W, wenn man übertakten oder mehrere Komponenten mit hohem Strombedarf betreiben möchte. Auch die Kühlung muss stimmen. Viele Modelle wie die ASUS Strix oder MSI Suprim X setzen auf Triple-Fan-Designs mit riesigen Kühlern.

Doch in professionellen Workloads – etwa beim Trainieren neuronaler Netze – relativiert sich dieser Nachteil. Wenn du z. B. mit großen Modellen arbeitest und Batch Sizes von 32 oder mehr brauchst, dann zählen vor allem die 24 GB VRAM – und da bleibt die RTX 3090 konkurrenzlos in ihrer Preisklasse.

Bild der RTX 3090-Grafikkarte von vorne, aus der Verpackung und auf weißem Hintergrund

Gaming-Leistung 2025: Overkill oder noch relevant?

Auch wenn die RTX 3090 2025 nicht mehr das absolute Top-Modell ist, bietet sie in aktuellen Spielen immer noch hervorragende Leistung – vor allem in 1440p und 4K. Dank DLSS 2.0 und 3.0 (je nach Treiberunterstützung) kann sie auch aktuelle AAA-Titel mit Raytracing flüssig darstellen.

Ich selbst habe sie lange für Games wie Cyberpunk 2077, Flight Simulator und Hogwarts Legacy genutzt – alle liefen butterweich, teilweise sogar mit RT aktiviert. Klar, eine RTX 4080 oder 4090 ist schneller, aber der Preisunterschied ist enorm, besonders wenn man eine gebrauchte 3090 für unter 900 € bekommt.

Ein kleiner Haken: Die Karte ist groß – wirklich groß. Wer sie in ein kompaktes Gehäuse einbauen will, wird schnell an Grenzen stoßen. Auch die Abwärme ist nicht zu unterschätzen, besonders bei längeren Gaming-Sessions.

Nachfolgend zeige ich Ihnen die Ergebnisse, die ich bei einigen Spielen mit dem Ryzen 5 7600X-Prozessor erzielt habe:

FPS Rechner
Cover des Videospiels Plague Tale Requiem, auf dem die beiden Protagonisten des Spiels erscheinen

Deep Learning und KI: Hier zeigt die 3090 ihre wahre Stärke

Wenn du dich mit Künstlicher Intelligenz oder Deep Learning beschäftigst, dann weißt du, wie wichtig VRAM ist. Die RTX 3090 bietet hier einen echten Vorteil: Große neuronale Netze, wie z. B. Transformers für NLP oder GANs für Bildsynthese, können komplett im Speicher gehalten werden – inklusive Parameter, Gradienten und Aktivierungen.

Wie mir Carlos von 12SV mal erklärt hat: „Im Deep Learning ist VRAM unser größter Flaschenhals. Die Batch-Größe hängt direkt davon ab, wie viel Speicher die GPU bietet – und je größer der Batch, desto effizienter kann man trainieren.“ Ich habe das selbst erlebt – mit 12 GB war ich ständig am Limit, musste Kompromisse eingehen. Mit der 3090 konnte ich erstmals mit echten Produktions-Setups arbeiten, ohne ständig auf Out-of-Memory-Fehler zu stoßen.

Kreatives Arbeiten: Video, 3D und Rendering mit der RTX 3090

Die RTX 3090 wurde nicht nur für Gamer gebaut. Im Gegenteil – sie hat sich schnell zu einem der beliebtesten Werkzeuge unter Content-Creators entwickelt. Egal ob du mit DaVinci Resolve, Premiere Pro, Blender oder Cinema 4D arbeitest, die 24 GB VRAM machen einen echten Unterschied. Viele Programme profitieren nicht nur von der rohen Rechenleistung, sondern auch von der hohen Speicherbandbreite und den CUDA-Kernen.

Besonders beim 3D-Rendering, z. B. mit Octane oder Redshift, zeigt die 3090 ihr volles Potenzial. In meinem Workflow konnte ich endlich komplexe Szenen ohne Tiling oder Proxy-Workflows rendern. Und was mich besonders überrascht hat: In DaVinci Resolve lieferte die 3090 teilweise bessere Ergebnisse als zwei RTX 2080 Ti – und das bei einem ähnlichen Preisniveau.

Ein weiteres Schmankerl: Die Unterstützung von NVLink. Zwar nur für Spezialfälle, aber wer mit zwei RTX 3090 im Verbund arbeitet, kann enorm profitieren – vor allem in Renderfarmen oder bei extrem datenintensiven Aufgaben. Ich hatte zwar nie zwei 3090 parallel, aber allein der Gedanke, dass es möglich wäre, zeigt den semi-professionellen Anspruch dieser Karte.

Zweifellos war die Bewältigung anspruchsvoller Aufgaben eine der Stärken und der Hauptgrund für die Empfehlung dieser Grafikkarte. Aktuell bietet sie für rechenintensive Anwendungen immer noch eine exzellente Leistung, obwohl eine Grafikkarte wie die RTX 4070 aufgrund ihres geringeren Energieverbrauchs möglicherweise die bessere Wahl darstellt.

Grenzen und Nachteile der RTX 3090

So beeindruckend sie auch ist – die RTX 3090 hat auch klare Schwächen. Neben dem schon erwähnten Stromverbrauch und der schieren Größe gibt es noch ein paar weitere Punkte, die man vor dem Kauf bedenken sollte:

  • Lautstärke & Kühlung: Unter Last können viele Custom-Modelle ziemlich laut werden, vor allem bei sommerlichen Temperaturen.
  • Alterung: Auch wenn sie technisch noch sehr stark ist, basiert die RTX 3090 auf der Ampere-Architektur von 2020. Neuere Features wie DLSS 3.5, Frame Generation oder effizientere Shader-Modelle sind bei den RTX-4000- und 5000er-Serien besser integriert.
  • Preis-Leistung heute: Viele gebrauchte Modelle sind stark beansprucht worden – besonders Mining-Karten. Beim Gebrauchtkauf ist Vorsicht geboten.

Für reine Gamer würde ich heute eher eine RTX 4070 Ti oder 4080 Super empfehlen – effizienter, kleiner, moderner. Aber für Leute mit spezialisierten Workflows, großem VRAM-Bedarf oder einer Leidenschaft für Tüftelei bleibt die 3090 extrem attraktiv.

Funktionen der RTX 3090 gemäß der CPU-Z-Software

Lohnt sich die RTX 3090 im Jahr 2025?

Das ist die große Frage – und die Antwort hängt stark von deinem Anwendungsfall ab. Willst du nur zocken, in 1440p oder 4K? Dann bekommst du mit der 4080 wahrscheinlich mehr FPS pro Watt. Aber wenn du:

  • Große KI-Modelle trainieren willst
  • Professionell renderst oder Videos in 8K bearbeitest
  • VRAM-hungrige Software nutzt
  • Oder einfach eine GPU mit massiver Leistung brauchst

…dann ist die RTX 3090 auch 2025 noch ein echtes Arbeitstier.

Was ich an ihr besonders schätze, ist diese Balance: Sie ist keine reine Gaming-Karte, aber auch keine überteuerte Profi-GPU. Sie ist der Sweet Spot für alle, die Power brauchen, aber keine 3.000 € für eine RTX 6000 ausgeben wollen.

Fazit: Die RTX 3090 bleibt eine Ikone

Die RTX 3090 war 2020 ein Monster – und sie ist auch heute noch mehr als relevant. Klar, sie ist stromhungrig, groß und nicht gerade günstig, aber sie liefert. In vielen Fällen sogar besser als neuere Mittelklasse-GPUs. Und vor allem: Sie öffnet Türen. Für Entwickler, Kreative, Forscher – und alle, die einfach mehr wollen.

Ich persönlich sehe sie als eine Art moderne „Titan Light“ – etwas zwischen Gaming und professionellem Einsatz. NVIDIA hat sie genau dafür gebaut: Für Enthusiasten, die keine Kompromisse machen wollen. Und ja, sie hat mich überzeugt. Vielleicht ist sie nicht mehr die Schnellste – aber sie ist definitiv eine der klügsten Investitionen, wenn man weiß, was man mit ihr anstellen kann.

Allerdings solltest du bedenken, dass es sich um eine große Grafikkarte handelt, die nicht über die neuesten Raytracing-Technologien und DLSS 4 verfügt. Daher empfehlen wir sie nur, wenn du sie zu einem guten Preis und originalverpackt findest.

Wenn du hingegen eine Grafikkarte mit den neuesten Technologien suchst, die mehrere Jahre halten soll, und du dein Budget etwas aufstocken kannst, sind die RTX 4070 oder die neue RTX 5080 aufgrund der neueren Technologien und ihres besseren Energieverbrauchs von AMD sicherlich die besseren Optionen.

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